Das IfBF ist im Jahr 2009 von vier Gesellschaftern gegründet worden, um gemeinsam und praxisnah auf dem Gebiet des Betonfertigteilbaus zu lehren und zu forschen. Dabei besteht eine enge Kooperation mit der Hochschule Bochum, insbesondere mit dem Fachbereich Bauingenieurwesen. Die Schwerpunktsetzung spiegelt die fachlichen Interessen der Gründungsgesellschafter - Massivbau, Baubetrieb und Baustofftechnologie - wider.

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Das IfBF trauert um seinen Gründungsgesellschafter

Professor Dr.-Ing. Andreas Nitsch

Am 6. Juni 2013 ist Prof. Dr.-Ing. Andreas Nitsch nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von nur 48 Jahren verstorben. Andreas Nitsch studierte nach dem Abitur Bauingenieurwesen mit Schwerpunkt konstruktiver Ingenieurbau an der Ruhr-Universität Bochum. Nach dem Diplom begann seine berufliche Laufbahn bei einem Prüfingenieur für Baustatik. Kurz danach wechselte Andreas Nitsch in das technische Büro der Ed. Züblin AG. Dort bearbeitete er unter Anderem statisch-konstruktive Aufgaben für den Bau der Duisburger U-Bahn. Im Jahr 1996 kehrte Andreas Nitsch an die Hochschule zurück. Als Ergebnis seiner wissenschaftlichen Arbeit am Institut für Massivbau der RWTH Aachen legte er 2000 die Dissertation zum Thema „Spannbetonfertigteile aus hochfestem Beton mit teilweiser Vorspannung“ vor und wurde zum Dr.-Ing. promoviert. Im Anschluss an seine Assistentenzeit wechselte Andreas Nitsch in die Abteilung Forschung und Entwicklung der imbau Industrielles Bauen GmbH. Nach deren Insolvenz wurde er zunächst Geschäftsführer der Fachvereinigung Deutscher Betonfertigteilbau e. V. und kurze Zeit später auch Geschäftsführer des Bundesverbands Spannbeton-Fertigdecken e.V. In dieser Funktion brachte er seine Expertise in zahlreiche nationale und europäische Normenausschüsse des DIN und CEN ein. Andreas Nitsch war zudem Gründungsgesellschafter des Instituts für Beton- und Fertigteilbau (IfBF). In dieser Rolle war er maßgeblich am erfolgreichen Abschluss mehrerer Forschungs- und Entwicklungsvorhaben beteiligt, die mittlerweile Eingang in Regelwerke und Baupraxis gefunden haben. Der Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis lag ihm auch in seiner Vorlesung über Fertigteilkonstruktionen als Lehrbeauftragter an der TU Darmstadt und – nach seiner Berufung als Professor für Massivbau, Fertigteilbau, Spannbeton und Bauen im Bestand an die Fachhochschule Kaiserslautern – in seiner Hochschultätigkeit am Herzen. Einer breiten Öffentlichkeit hat er sein exzellentes Wissen auf diesem Gebiet als Co-Autor des Buchs „Spannbeton“ zugänglich gemacht. Seine schwere Erkrankung hat Andreas Nitsch tapfer ertragen und noch bis kurz vor seinem Tod Vorlesungen gehalten. Die anfängliche Hoffnung auf baldige Genesung hat mit der plötzlichen Todesnachricht ein jähes Ende gefunden. Als konstruktiver Ingenieur mit Leib und Seele hat er sich insbesondere um die Betonfertigteilbauweise verdient gemacht. Freunden und Kollegen wird Andreas Nitsch als liebenswerter aber zugleich auch streitbarer Mensch in Erinnerung bleiben. Unser Mitgefühl gilt seiner Frau und seiner Familie.

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